Die gängigsten Fehler bei der Bewertung von Gewerbeimmobilien


Besitzern einer Gewerbeimmobilie mit dem Vorhaben, das Objekt zu verkaufen, geht es meistens primär darum, wie viel Ertrag der Immobilienverkauf bringen kann. Um einen Verkaufspreis festzulegen, ist eine qualifizierte Wertermittlung erforderlich – ein erdachter Wunschpreis ist in der Regel sehr unrealistisch, und eine Pi-mal-Daumen-Abschätzung wirkt unseriös und kann dazu führen, dass das Objekt am Immobilienmarkt nicht besteht.

Ein professionell ermittelter, marktkonformer Preis muss veranschlagt werden. Ansonsten droht das Verkaufsprojekt zu scheitern, denn ist der angegebene Preis zu hoch, findet die Gewerbeimmobilie keine Kaufinteressenten, wird der Angebotspreis zu niedrig angesetzt, machen Eigentümer finanzielle Verluste. Trotz der Wichtigkeit einer präzisen Wertermittlung insbesondere bei gewerblich genutzten Immobilien versuchen sich zahlreiche Besitzer an der Immobilienbewertung auf eigene Faust. Die Fehler, die dabei gemacht werden, sind häufig ähnlich.

Diese drei Fehler werden bei der Preisermittlung für Gewerbeimmobilien oft gemacht

Fehler 1: Nur den Zustand des Gebäudes als Maßstab nehmen

Sie haben ein topmodernes Gewerbegebäude in bestem Zustand und mit hervorragender Ausstattung? Dann verleitet das viele dazu, einen sehr ambitionierten Preis für den Verkauf anzusetzen. Doch nicht allein der Zustand der Bausubstanz, das Alter und die Ausstattung entscheiden über einen marktkonformen Immobilienpreis. Wie sieht es beispielsweise mit der Verfügbarkeit von (Lauf-)Kundschaft aus? Wie ist die Infrastruktur beschaffen und wie attraktiv ist der Standort allgemein für Arbeitnehmer oder das Geschäftsmodell an sich? Ein noch so überzeugendes Firmengebäude bringt einem Unternehmen nichts, wenn es darin keinen Umsatz generieren kann oder es keine Mitarbeiter findet.

Fehler 2: Emotionen bilden die Grundlage für den veranschlagten Preis

Falls Sie selbst über einen längeren Zeitraum die Gewerbeimmobilie, die Sie verkaufen möchten, genutzt haben, dort vielleicht eine Firma vom Start-up zum erfolgreichen Unternehmen „großgezogen“ haben, dann hängt nicht nur eine gemeinsame Geschichte und sicherlich auch ein beachtlicher Geldbetrag an dem Objekt, sondern auch Ihr Herz. Das wiederum führt nicht selten dazu, dass Sie für die Immobilie bei einem bevorstehenden Verkauf viel mehr Geld erhalten wollen, als das Gebäude eigentlich wert ist.

Auch mit vermeintlich professioneller Wertermittlung können Sie scheitern

Fehler 3: Unprofessionellen Gutachter beauftragen oder auf Online-Portale verlassen

Die sachgerechte Bewertung von Immobilien, insbesondere von Gewerbeimmobilien, erfordert eine gewisse Expertise und nicht zuletzt auch jede Menge Erfahrung. Deshalb sollten vor allem kostenlose Online-Immobilienbewertungen nicht das Mittel der Wahl sein, wenn Sie den Marktwert einer Gewerbeimmobilie präzise in Erfahrung bringen möchten. Solche Tools können Ihnen eine erste Einschätzung liefern, doch wenn es wirklich ans Verkaufen geht, musss ein detailliertes Wertgutachten erstellt werden.

Doch nicht jeder Immobilienmakler ist hier gleich gut geeignet. Woran erkennen Sie aber einen kompetenten Gutachter? Ein deutliches Indiz für einen professionellen Makler sind Erfahrungsberichte und Referenzen. Auch Bewertungen auf gängigen Portalen können eine wertvolle Entscheidungshilfe sein. Sie sollten auch ein Augenmerk darauf legen, dass der ausgewählte Immobiliengutachter vor allem im Bereich der Gewerbeimmobilien Erfahrung gesammelt hat und bestenfalls über spezielle Qualifikationen auf dem Gebiet verfügt. Mitgliedschaften in Fachverbänden weisen ebenfalls auf Seriosität hin.

Wertgutachten für Gewerbeimmobilien mit Erfahrung und Qualifikation

Damit Sie nicht in diese Stolperfallen treten, empfiehlt sich also dringend die Beauftragung eines erfahrenen Immobilienmaklers, bestenfalls mit Spezialisierung auf Gewerbeimmobilien. Nur so stellen Sie sicher, dass Sie auch garantiert den besten Preis für Ihr Objekt erhalten. „Der beste Preis“ ist dabei einer, der höchstmöglich, aber dennoch realistisch und fair ist. Mit einem solchen Angebotspreis erreichen Sie, dass ernsthaft Interessierte sich für die Gewerbeimmobilie bewerben – es entgehen Ihnen aber auch keine Umsätze, da ein noch höherer Preis ohnehin keinen Käufer angelockt hätte.